Nicht alles im Hause Mercedes dreht sich um die überarbeitete S-Klasse oder den neuen GLC EQ. Wichtiger denn je ist nicht allein in Nordamerika das edle SUV-Doppelpack aus Mercedes GLE und GLS, mit dem wir vor der jüngsten Überarbeitung in der Erprobung unterwegs waren.
Auch wenn der GLC seit vielen Jahren der meistverkaufte Mercedes ist und die Schwaben es kaum erwarten können, bis der elektrische Ableger zu den Kunden rollt, dreht sich in der schwäbischen Crossover-Familie deutlich mehr. Nicht nur in den USA, sondern auch Europa sind die ungleichen Zwillinge Mercedes GLE und der große Bruder GLS wichtiger für den Mercedes-Erfolg denn je. Ebenso wie jüngst die S-Klasse bekommen auch diese zum Sommer eine Überarbeitung, die sie ebenso konkurrenzfähig wie begehrenswert für die kommenden Jahre halten soll. Eine reine Elektroversion bleibt auch weiterhin außen vor. Der Kunde hat die Wahl zwischen Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid-Versionen.
Nachgelegt wurde bei beiden Modellen nicht allein bei der Optik mit geänderten Scheinwerfereinheiten im Sternen-Design, sondern es gibt im Innern neue Displays, aufgefrischte Fahrerassistenzsysteme und ein Fahrwerk, das sich bei ersten Testfahrten in der Wüste Nevadas ebenso komfortabel wie straff präsentiert – vorausgesetzt, der geneigte Kunde entscheidet sich für die optionale Luftfederung. Mit ihr lässt sich das Fahrwerk nennenswerter breiter als bisher zwischen Komfort und Sportlichkeit spreizen. Nachgearbeitet wurde bei der Lenkung, die trotz der Hauptmärkte in Nordamerika nunmehr etwas direkter ihre Arbeit verrichtet.
Ähnlich wie bei der aufgefrischten S-Klasse gibt es mit der Generation des Modelljahres 2027 auch die neue Motorengeneration für GLE und GLS. Der Reihensechszylinder im Mercedes GLE / GLS 450 4MATIC dürfte 280 kW / 381 PS leisten und einen kleinen Elektroschub in Höhe von maximal 17 kW / 23 PS bekommen, der für Boostfunktionen und in der Innenstadt gleichermaßen für Dynamik wie Effizienz sorgt. Gerade für den US-Markt ist beim Mercedes GLS 580 4MATIC die Achtzylinderposition wichtig. Hier stehen nach S-Klasse-Vorbild 395 kW / 537 PS sowie der vom kleineren Sechszylinder bekannte Elektroboost zur Verfügung.
Ohne einen Diesel geht in der Klasse der edlen Crossover nichts und so schöpft der Sechszylinder-Selbstzünder aus drei Litern Hubraum wohl mindestens 210 kW / 286 PS. Endlich ist der Plug-in-Hybride mit einem imageträchtigen Sechszylinder unterwegs; hier fuhr man hinter der internationalen Konkurrenz mit einem wenig standesgemäßen Vierzylinder hinterher. Für spezielle Märkte bleibt für den Mercedes GLE jedoch ein 190 kW / 258 PS starker Vierzylinder mit Zusatzverdichter im Angebot. Alle Motoren wurden für die neue, strenge Schadstoffnorm Euro 7 vorbereitet. Obligatorisch sind Neungangautomatik und Allradantrieb.
Im Innern gibt es hinter der großen Glasfläche des Hyperscreen drei Displays mit überschaubaren Diagonalen von 12,4 Zoll. Das Touchpad in der Mittelkonsole bleibt etwas überraschend in der neuen Modellgeneration erhalten – entweder aus Liebe zum Kunden oder dem allzu großen Aufwand, dieses bei einer Modellpflege zu entfernen. Gedreht und gerastert werden kann ab sofort auch wieder am griffigen Lederlenkrad – die Kunden wird es freuen.
+++—-+++—-+++—-+++
*NEU: WhatsApp-Channel von Mercedes-Fans.de
Verpasse keine Top-News aus dem Sternuniversum mehr und abonniere unseren kostenlosen WhatsApp-Channel!
Hier für den Mercedes-Fans WhatsApp-Channel anmelden//
https://whatsapp.com/channel/0029VafT5DR1NCrTs0nuVa0G
Leser interessieren sich auch für diese Themen
Mercedes-Benz Absatzzahlen Deutschland 02/2026
Mercedes mit dunkelroten Zahlen im Heimatland (minus 9,9 %)
Mercedes-Chef Ola Källenius verdiente 2025 weniger
Deutlich geringere Vergütung im Jahr 2025 für den Benz-Boss


Keine Kommentare
Schreibe einen Kommentar