Mercedes-Chef warnt vor wirtschaftlichem Abstieg Deutschlands

Källenius: Die Deutschen müssen wieder mehr arbeitet

Mercedes-Chef warnt vor wirtschaftlichem Abstieg Deutschlands: Källenius: Die Deutschen müssen wieder mehr arbeitet
Erstellt am 8. Februar 2026

Wie kann die taummelnde Wirtschaftsnation Deutschland wieder Tritt fassen? Politische Parteien, allerhand Interessenvertretungen und jede Menge so genannte Experten haben in den letzten Wochen nicht mit „klugen“ Ratschlägen gespart. Nun äußert sich auch Mercedes-Benz CEO Ola Källenius in einem Interview, das man in der Onlineausgabe von WELT nachlesen kann, zum Thema. Kennt er die richtige Medizin, damit unser Land wirtschaftlich wieder gesunded? Eine wesentliche Ursache der Erkrankung hat Källenius schon identifiziert. Er vertritt die These, dass in Deutschland zu wenig gearbeitet werde.

Die Forderung, dass in Deutschland (wieder) mehr gearbeitet werden müsse und dass der Mercedes-Konzern derzeit viele tausend Arbeitsplätze abbaut, bedeutet für den Mercedes-CEO offenbar keinen Widerspruch. Das eine wie das andere ergibt für den Benz-Boß Sinn. ImInterview mit WELT warnt er vor einem wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands und fordert eine grundlegende Kurskorrektur. Seine zentrale These lautet, dass die Bundesrepublik im internationalen Wettbewerb zurückfalle, weil sie zu hohe Kosten, zu viel Regulierung und eine insgesamt zu geringe Arbeitsleistung aufweise. Deutschland habe sich daran gewöhnt, von früherer Produktivität zu leben, während andere Volkswirtschaften konsequenter investierten, reformierten und leistungsorientierter agierten. In diesem Zusammenhang sagt Källenius provokant, die Deutschen müssten „wieder mehr arbeiten“.

Zur Begründung nutzt er vor allem Vergleiche mit anderen Ländern und Bilder aus dem Leistungssport: Niemand gewinne eine Weltmeisterschaft, indem er glaube, bereits genug trainiert zu haben. Zwar erkennt er an, dass Teilzeitarbeit aus familiären oder pflegerischen Gründen sinnvoll und notwendig sei, betont jedoch, dass in der Summe zu wenig gearbeitet werde, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Hohe Arbeitskosten könnten nur dann getragen werden, wenn sie durch entsprechend hohe Produktivität ausgeglichen würden – was aus seiner Sicht zunehmend nicht mehr der Fall sei.

Warnung vor populistischen Parteien

Über die ökonomische Ebene hinaus schlägt Källenius einen politischen Bogen. Er warnt davor, dass wirtschaftlicher Stillstand und Reformunfähigkeit populistische Kräfte, insbesondere von rechts, stärken könnten. Wer Wachstum, Investitionen und industrielle Stärke gefährde, bereite den Boden für einfache Antworten und radikale politische Angebote. Deshalb fordert er nicht nur mehr Arbeitsbereitschaft, sondern auch einen Rückbau von Bürokratie, eine industriefreundlichere EU-Politik sowie massive Investitionen in Infrastruktur und Innovation.

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