Süddeutsche Zeitung: Der Stuhl von Benz-Boss Källenius wackelt nicht

Analyse: Ist der Mercedes-CEO ein Krisenmanager ohne Alternative?

Süddeutsche Zeitung: Der Stuhl von Benz-Boss Källenius wackelt nicht: Analyse: Ist der Mercedes-CEO ein Krisenmanager ohne Alternative?
Erstellt am 19. März 2026

Trotz Gewinnwarnungen, Absatzsorgen in China und einer korrigierten Elektro-Strategie sitzt Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius fest im Sattel, gestärkt durch einen Kurswechsel hin zu mehr technologischem Realismus. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung (SZ) vom 13. März unterstreicht, dass Källenius als unangefochtener Krisenmanager gilt.
Von der Süddeutschen Zeitung wird die Stellung des amtierenden Mercedes-CEO als unangefochten beschrieben. Das klingt im ersten Moment überraschend, da Mercedes-Benz in den letzten Jahren mit deutlichen Gewinnwarnungen und einer schwächelnden Elektro-Strategie zu kämpfen hatte. Warum sitzt der Benz-Boss trotz alledem fest im Sattel? Das hat sich die Süddeutsche Zeitung gefragt und Antworten gefunden.

1. Rückhalt durch den Aufsichtsrat
Trotz der Notwendigkeit, seine ursprüngliche Strategie mehrfach „für viel Geld umzukrempeln“, genießt Källenius im Unternehmen weiterhin volles Vertrauen. Sein Vertrag wurde bereits vorzeitig verlängert und läuft noch bis Mai 2029. Der Aufsichtsrat sieht in ihm offenbar den einzigen Manager, der die komplexe Transformation des Konzerns in diesen schwierigen Zeiten steuern kann.

2. Die „Zweite Chance“ und Strategiewende
Die SZ und andere Medien beschreiben eine Art „zweite Mercedes-Wende“. Källenius hat die nötige Flexibilität bewiesen, um auf Fehler zu reagieren:

Abschied von „Electric Only“: Die radikale Fokussierung auf reine Elektroautos wurde aufgeweicht. Mercedes baut nun länger Verbrenner und Hybride als ursprünglich geplant, um auf die geringere Nachfrage zu reagieren.
Anpassung der Luxus-Strategie: Der Fokus auf das absolute Top-Segment wurde nach Absatzproblemen (besonders in China) korrigiert, um auch die profitablen Kernmodelle der Mittelklasse wieder stärker zu betonen.

3. Rolle als Branchensprecher
Källenius hat seine Position durch sein Auftreten als internationaler Branchenvertreter gefestigt. Er wurde Ende 2025 für eine zweite Amtszeit als Präsident des europäischen Automobilverbands ACEA für das Jahr 2026 wiedergewählt. Dies unterstreicht seine Bedeutung weit über Mercedes-Benz hinaus.

4. Kein Rivale in Sicht
Die SZ bezeichnet die Position von Ola Källenius als CEO von Mercedes-Benz auch deswegen unangefochten, weil es intern keine sichtbare Opposition oder Alternativkandidaten gibt. Im Konzern vertraut man offenbar darauf, dass er seine eigenen strategischen „Fehlgriffe“ durch die aktuelle Neuausrichtung korrigieren kann.
Übrigens: Källenius selber schätzt sich in der aktuellen Krise als der Richtige ein, um Mercedes-Benz aus dem Tal der Tränen zu führen. Selbstzweifel plagen ihn wohl nicht, wenn die Süddeutsche ihn mit den Worten zitiert: „Solange ich diesem Stern diene, mache ich das Beste für diesen Stern.“

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