Stern unter Druck: Finanzexperten warnen vor schwierigem Geschäftsjahr

Globale Handelshemmnisse und China machen Mercedes zu schaffen

Stern unter Druck: Finanzexperten warnen vor schwierigem Geschäftsjahr: Globale Handelshemmnisse und China machen Mercedes zu schaffen
Erstellt am 23. April 2026

Im Vorfeld der offiziellen Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026 (29.04.2026) hat die kanadische Investmentbank RBC (Royal Bank of Canada) eine deutliche Warnung für  Mercedes-Benz ausgesprochen. Während der Gesamtmarkt auf Stabilität hoffte, zeichnet Analyst Tom Narayan ein eher düsteres Bild der kurz- und mittelfristigen Entwicklung.

Der „Faktor China“ als größte Belastung

Das Hauptaugenmerk der RBC-Analyse liegt auf der massiven Schwäche im chinesischen Markt, der für Mercedes-Benz traditionell als wichtigster Gewinnbringer gilt. Den Daten zufolge ist der Absatz in China im ersten Quartal 2026 um rund 27 % eingebrochen. Mercedes kämpft hier an zwei Fronten: Zum einen wächst der Druck durch hochmoderne lokale Elektroauto-Hersteller, zum anderen befindet sich das Unternehmen in einem schwierigen Modellwechsel im Einstiegssegment, was den Absatz zusätzlich lähmt.

Globale Hürden und Margendruck

Neben den spezifischen Problemen in Asien identifiziert RBC weitere Belastungsfaktoren. Neue US-Zölle und anhaltende Währungsschwankungen drohen die operativen Margen (EBIT) zu drücken. Obwohl Mercedes in den USA (+20 %) und Europa (+7 %) zuletzt Zuwächse verzeichnen konnte, reicht diese positive Dynamik im Westen laut RBC nicht aus, um das „tiefrote“ Ergebnis aus China zu kompensieren. Die Bank geht davon aus, dass die bisherigen Kostensenkungsprogramme des Konzerns durch gestiegene Rohstoffpreise und den harten Preiskampf teilweise verpuffen könnten.

Källenius: 2026 wird ein Übergangsjahr für Mercedes-Benz

Mercedes-Chef Olaf Källenius  hatte 2026 bereits als „Übergangsjahr“ bezeichnet – eine Einschätzung, die durch die aktuelle Analyse der RBC nun eine deutlich kritischere Note erhält. Die Anleger blicken daher mit Spannung auf den 29. April 2026, wenn der Konzern die detaillierten Quartalszahlen vorlegt und voraussichtlich Stellung zu seinen Prognosen für das restliche Jahr nehmen wird.

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