Der Jubel auf der Nordschleife war groß – doch er hielt nicht lange. Beim Vier-Stunden-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) überquerte das von Max Verstappen unterstützte Team im Mercedes-AMG GT3 zunächst als Sieger die Ziellinie. Stunden später folgte jedoch die überraschende Kehrtwende: Nach der technischen Nachkontrolle wurde das Fahrzeug nachträglich disqualifiziert.
Dominante Vorstellung auf der Nordschleife
Auf der Kombination aus Grand-Prix-Strecke und legendärer Nordschleife zeigte das Fahrertrio Max Verstappen, Jules Gounon und Daniel Juncadella eine starke Leistung. Über weite Strecken des Rennens kontrollierte der Mercedes-AMG GT3 das Geschehen an der Spitze und setzte sich schließlich mit komfortablem Vorsprung durch.
Gerade für Verstappen hatte der Start in der Nürburgring Langstrecken-Serie besondere Bedeutung. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister nutzt die Einsätze auf der Nordschleife als Teil seiner Vorbereitung auf weitere Langstreckenprojekte – und möglicherweise auch auf das berühmte 24-Stunden-Rennen am Nürburgring.
Technische Kontrolle bringt Regelverstoß ans Licht
Nach Rennende überprüften die Sportkommissare das Siegerfahrzeug routinemäßig. Dabei stellten sie fest, dass das Team mehr Slick-Reifensätze eingesetzt hatte als im Reglement für das Vier-Stunden-Rennen erlaubt.
Statt der maximal zulässigen sechs Reifensätze kam insgesamt ein siebter Satz zum Einsatz. In der hart umkämpften NLS kann ein zusätzlicher frischer Reifensatz einen deutlichen Performance-Vorteil bedeuten. Die Konsequenz war daher eindeutig: Disqualifikation aus der Gesamtwertung.
Sieg geht nachträglich an BMW
Durch die Disqualifikation wurde das Ergebnis des Rennens nachträglich korrigiert. Der Gesamtsieg ging an das BMW-Duo Dan Harper und Jordan Pepper, die damit offiziell zu den Gewinnern des Rennens erklärt wurden.
Für das Mercedes-AMG-Team rund um Verstappen ist die Entscheidung zwar ein herber Rückschlag – sportlich hatte der AMG-GT3 auf der Nordschleife jedoch seine Konkurrenzfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Wertvolle Erkenntnisse für kommende Einsätze
Trotz der Disqualifikation dürfte das Wochenende für das Team wichtige Erkenntnisse geliefert haben. Die NLS gilt als ideale Testplattform für Fahrzeuge und Fahrer, die sich auf die extremen Anforderungen der Nordschleife vorbereiten.
Der Vorfall zeigt allerdings auch, wie eng das Reglement im Langstreckensport ausgelegt ist: Selbst kleine organisatorische Fehler können am Ende über Sieg oder Disqualifikation entscheiden.
Für Mercedes-AMG-Fans bleibt dennoch ein positives Fazit: Der Mercedes-AMG GT3 war auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt klar siegfähig – auch wenn der Erfolg diesmal nicht offiziell in den Ergebnislisten stehen bleibt.
Technik-Kasten: Reifenregeln in der NLS – warum ein zusätzlicher Satz zur Disqualifikation führt
Volle Aufmerksamkeit. Die Fans wollten den vierfachen Formel 1-Weltmeister Max Verstappen möglichst aus der Nähe sehen. Und dieser gab hinterher zu Protokoll: "Wenn es zeitlich klappt, fahre ich hier so of ich kann. Der Nürburgring und die Fans sind einfach toll!"
In der Nürburgring Langstrecken-Serie sind die Reifen ein entscheidender strategischer Faktor. Um Kosten zu begrenzen und taktische Extreme zu verhindern, schreibt das Reglement für die Vier-Stunden-Rennen eine maximale Anzahl an Slick-Reifensätzen vor.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:
Maximale Anzahl:
Pro Fahrzeug dürfen im Rennen höchstens sechs Slick-Reifensätze verwendet werden – also insgesamt 24 Reifen.
Digitale Registrierung:
Jeder Reifen wird vor dem Einsatz registriert und über ein digitales System erfasst. Dadurch können die Sportkommissare auch nach dem Rennen genau nachvollziehen, welche Reifen wann verwendet wurden.
Strategische Bedeutung:
Da die Nürburgring Nordschleife mit über 25 Kilometern Streckenlänge und extremen Belastungen zu den härtesten Rennstrecken der Welt gehört, spielt das Reifenmanagement eine zentrale Rolle. Teams müssen genau entscheiden, wann ein frischer Satz sinnvoll ist – oder wann ein Stint mit bereits gefahrenen Reifen gefahren wird.
Der entscheidende Punkt:
Wird auch nur ein zusätzlicher Reifensatz eingesetzt, gilt das als klarer Regelverstoß. Genau das passierte beim Mercedes-AMG GT3 des Max Verstappen-Teams: Statt der erlaubten sechs wurden sieben Sätze Slicks verwendet – die Folge war die nachträgliche Disqualifikation aus der Gesamtwertung.
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