Es steht spitz auf Knopf in China für die deutsche Automobilindustrie. Dass deutsche Automarken eine großartige Tradition mit Germany-Engineering-Etikett besitzen, reicht nicht mehr als Verkaufsargument. Die lokale Konkurrenz ist ausgezeichnet aufgestellt. Und weil auf dem Automarkt im Reich der Mitte die Wettbewerber zahlreich sind herrscht ein aggressiver, wenn nicht gar ruinöser Preiskampf. Sieg oder Untergang heißt die Devise. Um in dem dynamischen Umfeld bestehen zu können wird sich Volkswagen neu ausrichten. VW hat auf der Auto China mit dem Jetta X Concept ein in China für China entwickeltes SUV vorgestellt, dass mit einem Schleuderpreis von unter 15.000 Euro verlorene Marktanteile zurückgewinnen soll. Könnte ein Mercedes-Benz zum Schnäppchenpreis bald folgen?
Jetta X: Volkswagen SUB unter 15.000 Euro
Bei dem Jetta X handelt es sich um eine im April 2026 auf der Messe „Auto China“ präsentierte Designstudie für ein preiswertes, vollelektrisches SUV. Volkswagen hat dieses Concept Car speziell für den chinesischen Markt entwickelt, um dort über seine preisorientierte Tochtermarke Jetta verstärkt junge Käuferschichten im Segment der Elektroautos (New Energy Vehicles) anzusprechen.
Optisch zeichnet sich das Fahrzeug durch ein robustes, fast schon futuristisches Design aus, das sich deutlich von der bisherigen, eher konservativen Formsprache der Marke abhebt. Technisch basiert das Modell auf einer lokal in China entwickelten Plattform, was VW eine schnellere Produktion und deutlich niedrigere Kosten ermöglichen soll. Ziel ist es, das spätere Serienmodell zu einem Kampfpreis von umgerechnet etwa 13.000 bis 15.000 Euro anzubieten, um direkt mit den starken lokalen Wettbewerbern konkurrieren zu können.
Das Beste billig?
Während Volkswagen in China mit der Marke Jetta und Modellen wie dem Jetta X auf eine aggressive Niedrigpreis-Strategie setzt, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen, ist ein solches „Billig-Modell“ für Mercedes-Benz nach Lage der Dinge strategisch so gut wie undenkbar.
Der Stuttgarter Konzern verfolgt unter Ola Källenius eine auf Luxus fokussierte
Verkaufsstrategie. Dabei steht die Marge vor dem Volumen , weshalb Mercedes bewusst auf das Einstiegssegment verzichtet. Ein Discount-Modell würde das aufgebaute Image als exklusives Statussymbol verwässern und die Markenidentität langfristig schädigen. Zudem könnte Mercedes in einem Preiskampf gegen lokale chinesische Giganten wie BYD vermutlich kaum profitabel bestehen, ohne die eigenen Qualitätsstandards massiv zu senken.
Statt über den Preis zu konkurrieren, setzt Mercedes auf Technologie und Lokalisierung. Das Unternehmen verlagert Entwicklungskompetenzen direkt nach Peking und Shanghai, um spezifische Kundenwünsche – wie den CLA mit langem Radstand oder spezialisierte digitale Features – besser bedienen zu können. Ziel ist es, die Kosten durch lokale Lieferketten zwar deutlich zu senken, das Fahrzeug jedoch weiterhin im lukrativen Luxussegment zu positionieren, anstatt sich auf einen ruinösen Preiskampf im Massenmarkt einzulassen.
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