Der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 ein positives Konzernergebnis von 20 Millionen Euro bei einem Umsatz von 11,26 Milliarden Euro. Trotz dieser operativen Stabilität unter der Strategie „MAHLE 2030+“ bleibt die Lage angespannt: Konzernchef Arnd Franz warnte bei der Bilanzvorstellung eindringlich vor dem geplanten EU-Verbrennerverbot ab 2035 und drohte mit einem vollständigen Investitionsstopp für diese Technologie in Europa.
Besonders deutlich zeigt sich der Transformationsdruck beim Personal: Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 3.500 Stellen gestrichen, um die Kostenstrukturen an den schrumpfenden Markt für klassische Antriebskomponenten anzupassen. Franz betonte, dass ein starres Festhalten am Verbrenner-Aus tausende weitere Arbeitsplätze gefährde, da die Planungssicherheit für die Werke fehle. Das Unternehmen fordert daher eine radikale Technologieoffenheit, die auch E-Fuels und hocheffiziente Verbrennungsmotoren miteinschließt, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Standorte und die verbliebene Belegschaft langfristig zu sichern.


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